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Der Waldkindergarten – idealer Lernort der Bildung für eine nachhaltige Gegenwart und Zukunft
BNE – Bildung für eine nachhaltige Entwicklung – ein Aktionsprogramm in Baden Württemberg wirbt zurzeit unterstützt durch Medien, Materialien, Fortbildungen und Wettbewerben etc. für das Lernen von Nachhaltigkeit. So gibt es u.a. ein Aktionsprogramm „Klimaschutz in Schulen und Bildungseinrichtungen“.
Der Nationale Aktionsplan zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland definiert folgende Prinzipien:
· Bildung für nachhaltige Entwicklung betrifft jeden
· Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein andauernder, kontinuierlicher Prozess und trägt zur Akzeptanz für Veränderungsprozesse in der Gesellschaft bei
· Bildung für nachhaltige Entwicklung ist eine Querschnittsaufgabe und hat eine integrierende Funktion
· Bildung für nachhaltige Entwicklung will die Lebenswelt der Menschen verbessern
· Bildung für nachhaltige Entwicklung schafft individuelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunftschancen
· Bildung für nachhaltige Entwicklung fördert globale Verantwortung.
Lebenswelten lassen sich nur verbessern, wenn wir uns als Teil derselben begreifen- d.h. Mitwelt- statt Umweltbewusstsein. Nicht der Mensch mit seinen Bedürfnissen steht im Mittelpunkt allen Denkens und Handelns, sondern die Umwelt und mit ihr der Mensch als Teil derselben. Es konkurrieren aber unterschiedliche, ineinander verwobene Lebenswelten miteinander; auch und gerade Flora und Fauna sind Teil dieser Lebenswelten. Letztendlich kann die Lebenswelt der Menschen nur erhalten/verbessert werden, wenn ich die Bedürfnisse aller an den Lebenswelten Beteiligten erkenne und berücksichtige.
Warum kann in Wald- und Naturkindergärten der Grund gelegt werden für diese Art vernetzten Denkens?
· der tägliche und – im Idealfall – dreijährige Aufenthalt im Naturraum sensibilisiert für die Vorgänge, Mechanismen und Bedürfnisse der Lebenswelten „Wald, Feld, Wiese, Bach …“
· das Erleben von jahreszeitlich geprägten Prozessen des Werdens und Vergehens von Flora, Fauna und Naturerscheinungen nährt das Prinzip Hoffnung und verschafft erste Einblicke in Abläufe und Bedingtheiten und menschliche Einflussmöglichkeiten
· die vom magisch- animistischen Weltbild (Piaget) geprägte Wahrnehmung im Vorschulalter begünstigt die affektive Bindung des Kindes an die Umgebungsqualitäten im Naturraum.
· die affektive Bildung bildet eine solide Basis für die Bereitschaft Verantwortung für mein Tun/Nichttun zu übernehmen .Antoine de Saint-Exupery ( Der kleine Prinz)
fasst es in einem Satz zusammen. „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast ...
· im Waldkindergarten können Kinder originäre Naturerfahrungen in ganzheitlichen Zusammenhängen machen (Bsp. der Marienkäfer wird in seinem Lebensumfeld wahrgenommen)
· globale Verantwortung beginnt im „Kleinen“ gemäß dem Agenda-Prinzip: Act lokal, think global
· naturkundliches Wissen im Vorschulalter macht „neugierig auf mehr“ – auch im späteren Erwachsenenleben
Waldkindergärten sind die ressourcenschonendsten Kindertageseinrichtungen:
· geringer Verbrauch an Brennmaterialien (i. d. R. Holz, d.h. CO2-neutral) durch kleine Räumlichkeiten und geringe Verweildauer in diesen Räumen
· keine Außenanlagen wie in Hauskindergärten; daher kein Ressourcenverbrauch für Instandhaltung von Außenanlagen (Rasen mähen, Baumschnitt, Bewässerung u.a. )
· sehr geringer Wasserverbrauch ( i.d. R. 5-7 Liter pro Tag/Gruppe)- nur zur Handreinigung ; kein Wasserverbrauch für Raumreinigung , Abspülen etc.
· keine Flächenversiegelung
· keine Ressourcen für Instandhaltung und Wiederbeschaffung von Inventar
· geringer Ressourcenverbrauch für einige wenige Kleinmöbel
· kein Ressourcenverbrauch für industriell gefertigtes Spielzeug
Anhänge:
Forest nurseries – the ideal place to learn about sustainability in the present and the future.pdf
Schlagworte : Englishversion forest nurseries sustainability englishinfos
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