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Willkommen

auf der Website des Landesverbandes der Wald- und Naturkindergärten Baden Württemberg e.V.

Aktuelles

Auf dem Weg zum plastikfreien Wald-/Naturkindergarten – eine Initiative des Landesverbandes der Wald- und Naturkindergärten BW e.V.

Ziel ist es, dass die dem Landesverband angeschlossenen Wald- und Naturkindergärten sich auf den Weg machen mit dem Ziel, möglichst zeitnah frei von Materialien aus Plastik zu sein. Wir müssen, angesichts der durch Plastikabfälle verursachten Umweltschäden, vielleicht auch mit einem gewissen Maß an Kompromisslosigkeit, handeln. Ein erster Schritt kann sein, grundsätzlich nichts mehr zu kaufen/ zu verarbeiten, was Plastik enthält oder aus Plastik ist. Wir hoffen, dass wir durch diese Initiative zu Impulsgebern für das Lebensumfeld des Kindergartens, insbesondere für die Eltern der Kindergartenkinder, werden können.

Am 3. Oktober 2018 fand eine ganztägige Fortbildung zum Thema Plastikfreier Kindergarten statt. Die Teilnahme richtete sich an Träger und ErzieherInnen aus Wald- und Naturkindergärten. Eine Mitgliedschaft im Landesverband für Wald- und Naturkindergärten BaWü wurde für die Teilnahme vorausgesetzt. Die Fortbildung fand im Waldkindergarten „Kinderwald“ in Tauberbischofsheim statt, der bereits weitgehend plastikfrei ist. Mindestens zwei Vertreter einer Einrichtung nahmen teil. Um die Umsetzung zu erleichtern, legte der Landesverband Wert auf die Teilnahme von Trägervertreter/innen und pädagogischem Fachpersonal.

Inhalte der Fortbildung

  • Hintergründe, Auswirkungen, Fakten und Zahlen zum Thema Plastik
  • Erfahrungen aus der Praxis der TN
  • Umsetzung der Initiative, Möglichkeiten und Ansätze
  • Alternativen schaffen– unter Einbeziehung des Lebenspraktischen Ansatzes
  • Mögliche „Stolpersteine“
  • Einbeziehung der Eltern und Gestaltung eines Elternabends zum Thema
  • Öffentlichkeitsarbeit im Umstellungsprozess
  • Einführung in Arbeit mit dem Erhebungsbogen

Im Vorfeld hatte der Vorstand einen Erhebungsbogen erstellt. Durch diesen Bogen kann der Ist-Zustand in den jeweiligen Naturkindergärten festgestellt werden. Der Entwurf wurde im Rahmen der Fortbildung von den Teilnehmenden evaluiert. Mitglieder aus fünf Mitgliedseinrichtungen nahmen an der Fortbildung teil.

Der Landesverband unterstützt den Austausch zwischen Einrichtungen, die auf dem Weg zu einem plastikfreien Kindergarten sind und berät diese im Umstellungsprozess.

Der Landesverband entwickelt Zertifizierungsmaßstäbe. 2019 sollen sich die ersten Einrichtungen als „Plastikfreie Einrichtung “ zertifizieren können. Dazu ist eine Vor-Ort-Besichtigung geplant.

Ingrid Miklitz, 1. Vors. des Landesverbandes der Wald- und Naturkindergärten BW e.V.

Lehrgangsleitung: Ingrid Miklitz, Melanie und Tobias Hornung

Es nahmen 15 Trägervertreter und Erzieher*innen aus fünf Naturkindergärten teil. 

Fachtag am 19. Juni 2018 in Korntal-Münchingen

Natürlich!? – Naturerlebnis und Draußenspiel für Kinder in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen

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Gerlinde Kretschmann lobt Wald- und Naturkindergärten


Rösler: Bedarf für Naturerlebnis und Draußenspiel ist deutlich größer als Angebot


„Kinder wollen Heu-Duft einatmen, ein frisch gelegtes, noch warmes Ei in den Händen halten, Bretter- und Baumbuden bauen oder einen Bach erkunden und darin plantschen“, ist sich der Landtagsabgeordnete Dr. Markus Rösler sicher. Er hat Wald- und Naturkindergärten sowie Jugendfarmen und Aktivspielplätze aus dem Großraum Stuttgart nach Korntal-Münchingen eingeladen.
Der Einladung sind über 80 Teilnehmer gefolgt, darunter 18 Wald- und Naturkindergärten mit ihrer Landesvorsitzenden Ingrid Miklitz sowie neun Jugendfarmen und Aktivspielplätze mit ihrem Bundesgeschäftsführer Hans-Jörg Lange. Ehrengast war Gerlinde Kretschmann, die Frau von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Gemeinsam mit Rösler und der Stuttgarter Abgeordneten Brigitte Lösch, Sprecherin der Grünen Fraktion für frühkindliche Bildung, tauchte die badenwürttembergische Landesmutter in die Welt der Wald- und Naturkindergärten ein.
Vertreten sind zahlreiche Wald- und Naturkindergärten aus dem Kreis Ludwigsburg: der ZauberwaldNaturkindergarten aus Besigheim, die „Buntspechte“ aus Schöckingen, die „Lerche“ aus Ditzingen, die „Waldwichtel“ aus Markgröningen, die „Kleinen Wölfe“ aus aihingen-Ensingen, der Waldkindergarten aus Großsachsenheim und auch der Naturerlebnisraum „Am Bächle“ aus Vaihingen/Enz. Alle Natur- und Waldkindergärten haben großen Zulauf und lange Wartelisten: „Das zeigt, dass immer mehr Eltern den Wunsch haben, ihre Kinder ganz überwiegend im Freien, in der Natur, im Wald spielen zu lassen, durchaus auch mal bei schlechtem Wetter“, freut sich Rösler, der dies als allgemeinen Trend ansieht.
„Es ist wichtig, dass Kinder die Möglichkeit haben, drauen zu spielen, mit Tieren in Kontakt zu kommen und Natur mit allen Sinnen zu erleben. Das stärkt nicht nur ihre Persönlichkeitsentwicklung, sondern lässt sie auch zu Menschen heranwachsen, die sich später mit höherer Wahrscheinlichkeit für die Natur und ihre Umwelt einsetzen“, so Rösler
Einen Eindruck von der praktischen Arbeit eines Naturkindergartens verschaffte sich Kretschmann im Naturkindergarten Sonnenwirbel in Münchingen. Unter der Leitung von Birgit Seifried ist er mit 18 Jahren einer der Pioniere seiner Art. 25 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren verbringen hier das ganze Jahr im Freien. In zwei gemütlich aus Holz eingerichteten Bauwagen können sie sich an Wintertagen aufwärmen. Den Rest des Jahres verbringen sie auf dem Streuobstgelände gemeinsam mit Eseln, Schafen, Hasen, Gänsen und zahmen Hühnern.
Als die „First Lady“ die aus eigener Schafwolle gewobenen Teppiche der Kindergartenkinder bewundert, gackert es neben dem Stuhlkreis, wo eines der Hühner gerade ein Ei gelegt hat. Es riecht nach frischem Holzofenbrot und Flammkuchen, den die Gäste, zu denen auch Bürgermeister Dr. Joachim Wolf gehört, gemeinsam mit den Kindergartenkindern verzehren. Das Mittagessen aus Bioprodukten wird im Sonnenwirbel fast vollständig selbst zubereitet und zum Nachtisch gibt es, was gerade reif ist: im Augenblick zuckersüße Kirschen. Gerlinde Kretschmann quittiert das Mittagessen mit: „Des hot fae ganz guad gschmeckd un mached no so weiter“ Zum Abschluss trägt sie sich an einem mit Blumen geschmückten Tisch im Naturkindergarten in das Goldene Buch der Stadt KorntalMünchingen ein.
Nach der Veranstaltung zieht Rösler das Fazit: „Der Bedarf für solche Einrichtungen ist deutlich grßöer als das Angebot. Immer mehr Eltern wünschen sich für ihre Kinder die Möglichkeit, Zeit im Freien und in der Natur zu verbringen. Das gilt sowohl für Kindergartenkinder, als auch für Kinder im Grundschulalter“ für diese machen Jugendfarmen und Aktispielplätze ein hervorragendes Angebot
Rösler will sich nun landesweit gemeinsam mit seiner Kollegin Lösch dafür einzusetzen, dass Kinder wieder mehr Möglichkeiten für Naturerlebnisse haben „Um der Bedeutung on Drauenspiel für die Entwicklung von Kindern gerecht zu werden, ist es wichtig, dass das Land aber auch die Städte und Gemeinden die bestehenden Angebote und Einrichtungen stärken und finanziell unterstützen. Außerdem würde ich es begrüßen, wenn es noch mehr Natur- und Waldkindergärten in kommunaler Trägerschaft gäbe“, erklärt der Vaihinger Abgeordnete. Lösch will sich dafür einsetzen, dass Naturpädagogik einen höheren Stellenwert in bestehenden öffentlichen Einrichtungen bekommt.

 

Bitte vormerken:

Jahreshauptversammlung am Samstag, 23. März 2019 in Stuttgart, Haus des Waldes, 10.30-15.30 Uhr

Mit freundlichen Grüßen
Ingrid Miklitz

Ab sofort können Sie dieses umfangreiche Handbuch (151 Seiten) mit CD beim Elkina-Verlag bestellen:

www.elkina-verlag.de

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Qualitätsmerkmale für Kindergärten im Naturraum

 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesverbände der Wald- und Naturkindergärten in Deutschland (BAG) hat Merkmale für Kindergärten im Naturraum – Wald- und Naturkindergärten - erarbeitet, um eine gemeinsame Qualität herzustellen und messbare Kriterien zu etablieren.

Die Qualitätsmerkmale sollen sowohl für Pädagogen, aber auch für Träger und Behörden richtungsweisend sein.

Sie sollen allen Beteiligten helfen die Qualität in den Kindertageseinrichtungen sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln.

Wir hoffen, dass sich viele von Ihnen dadurch bereits in ihrer Arbeit bestätigt fühlen und v.a. Neugründungen Unterstützung bei der Umsetzung naturraumpädagogischer Einrichtungen erhalten.

Grundlage für die Qualitätsmerkmale sind die langjährige Beratungserfahrung und Qualitätsentwicklung in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz und ein stetiger Austausch dieser Verbände.

Bitte kontaktiert bei Fragen oder Anregungen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Qualitätsmerkmale der BAG der Landesverbände der Wald- und Naturkindergärten

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